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Akupunktur

Bei der Akupunktur handelt es sich um ein über 3.000 Jahre altes regulatives Verfahren der traditionellen chinesischen Medizin auf der Ebene des Zwischenzellraums. Durch Reizung bestimmter Hautpunkte und Ohrpunkte mit Nadeln, Laserlicht, niederenergetischen Strömen oder durch Erwärmung können Störungen im Organismus gelindert und beseitigt werden. Diese Punkte liegen nach traditioneller Chinesischer Auffassung (Entwicklung im 2. u. 1. vorchristlichen Jahrhundert) auf sog. „Leitbahnen“ in denen das „Qi“, die Lebensenergie und Lebensinformation, mit Ihren Anteilen Yin und Yang fließt.

Um die Gesundheit zu erhalten oder wieder zu erreichen müssen diese gegensätzlichen Kräfte nach der Traditionellen Chinesischen Medizin im Gleichgewicht stehen und harmonisch verteilt sein. Zur Krankheitsbehandlung muss die Lebensenergie und Lebensinformation einer Leitbahn und des zugehörigen inneren Organs harmonisiert und stabilisiert werden. Gleichzeitig werden Störfelder (z.B. Narben, kranke Zähne), die ein Ungleichgewicht aufrechterhalten können, erkannt und behandelt.

In Europa wird die Akupunktur seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erfolgreich angewandt. Die Akupunktur arbeitet mit den körpereigenen Ressourcen und setzt auf die Selbstheilungskräfte des Organismus. Als erstes tritt meist eine rasche Entspannung und „Leichtigkeit“ ein. Die Erleichterung der Schmerzen und Beschwerden wird in manchen Fällen erst nach mehreren Behandlungen auftreten. In seltenen Fällen kann es anfänglich auch zu einer kurzfristigen Verschlechterung kommen.

Die Behandlungen sollten regelmäßig 1 – 2 Mal pro Woche stattfinden. Eine Akupunktursitzung dauert ca. 45 min. Üblicherweise tritt eine dauerhafte Wirkung nach 4 bis 5 Sitzungen ein; bei chronischen Erkrankungen sind oft 10 Sitzungen zur Beseitigung der Beschwerden nötig. Bei akuten Beschwerden ist meist keine Nachbehandlung nötig. Bei chronischen Beschwerden kann eine „Auffrischungsakupunktur“ in größeren zeitlichen Abständen nötig werden.

Vor der Akupunktur erfolgen nach den Regeln der Traditionellen Chinesischen Medizin:

  • Anamneseerhebung,
  • eine ausführliche körperliche Untersuchung incl.
  • Zungen- und Pulsdiagnostik

Nach bequemer Lagerung und dem Setzen der Reize an den Hautpunkten erhalten Sie bei Bedarf eine Decke, um ein Auskühlen zu vermeiden, und liegen dann alleine in einem Raum. Nach der entsprechenden Zeitdauer werden die gesetzten Nadeln entfernt. Da es sich bei der Akupunktur um ein regulatives Verfahren auf der Ebene des Zwischenzellraums handelt, ist von Ihrer Seite Vorbereitung und Mitarbeit nötig:

  • Sie sollten am Tag der Akupunkturbehandlung möglichst keinen Kaffee, schwarzen Tee und Alkohol trinken.
  • Zur täglichen Trinkmenge (von mindestens 2 Liter Flüssigkeit) sollten Sie ca. 2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Akupunktursitzung zusätzlich je einen viertel Liter Wasser trinken.
  • Planen Sie ausreichend Zeit für die Akupunkturbehandlung ein.
  • Nach der Behandlung sollten Sie keinen anstrengenden oder belastenden Aktivitäten durchführen – ideal wäre ein geruhsamer Feierabend.

Liste der Erkrankungen, die laut WHO (Welt-Gesundheits-Organisation) mit Akupunktur behandelt werden können:

Bronchopulmonale Erkrankungen:

  • Bronchitis
  • Pseudokrupp
  • Hyperreagibles Bronchialsystem
  • Asthma bronchiale

Herz-Kreislauf-Erkrankungen:

  • Funktionelle Herzerkrankungen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Angina pectoris, koronare Herzerkrankung
  • Hypertonie
  • Hypotonie
  • Durchblutungsstörungen

Gynäkologische Krankheitsbilder:

  • Zyklusstörungen, Dysmenorrhoe
  • Prämenstruelles Syndrom
  • Klimakterisches Syndrom
  • Mastopathie
  • Fertilitätsstörungen, Frigidität
  • Geburtsvorbereitung, Geburtseinleitung, Geburtserleichterung
  • Laktationsstörungen

Neurologische Erkrankungen:

  • Migräne
  • Spannungskopfschmerz
  • Trigeminusneuralgie
  • Atypischer Gesichtsschmerz
  • Interkostalneuralgie
  • Zosterneuralgie
  • Phantomschmerz
  • Polyneuropathie, Parästhesien
  • Lähmungen, Fazialisparese
  • Vegetative Dysfunktion

Gastrointestinale Erkrankungen:

  • Funktionelle Magen-Darm-Störungen
  • Singultus, Hyperemesis
  • Ösophagitis, Gastritis, Gastroenteritis
  • Ulcus ventriculi, Ulcus duodeni
  • Cholezystitis
  • Hepatitis
  • Obstipation, Diarrhoe
  • Colon irritabile (Reizdarm)
  • Colitis ulcerosa
  • Morbus Crohn

Erkrankungen des Stütz- und Bewegungssystems:

  • Myofasziale Schmerzsyndrome
  • Radikulärsyndrome
  • Pseudoradikulärsyndrome
  • Arthralgien, Arthrosen, Arthritis, rheumatoide Arthritis
  • HWS-Syndrom, Tortikollis
  • BWS-Syndrom
  • LWS-Syndrom, Lumbago, Ischialgie
  • Schulter-Arm-Syndrom, Periarthritis humeroscapularis
  • Epikondylopathien
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Koxarthrose, Koxalgie
  • Gonarthrose, Gonalgie
  • Tendinopathien (Erkrankungen der Sehnen, z.B. Tennis-Ellenbogen, Achillessehnenentzündung)

Psychische und psychosomatische Störungen und Suchterkrankungen:

  • Depressive Verstimmungen, Depression
  • Schlafstörungen
  • Erschöpfungszustände
  • Psychovegetatives Syndrom
  • Unruhezustände
  • Entgiftungsbehandlung und Therapiebegleitung bei Suchterkrankungen
  • Bulimie
  • Adipositas

Urologische Erkrankungen:

  • Cystitis, Prostatitis
  • Pyelonephritis
  • Funktionelle Störungen des Urogenitaltraktes, Reizblase
  • Harninkontinenz
  • Enuresis nocturna
  • Impotenz

Hauterkrankungen:

  • Urtikaria (Nesselsucht)
  • Neurodermitis