Schröpfen

Schröpfen ist ein traditionelles Therapieverfahren, das in der ganzen westlichen Welt und auch in der asiatischen Medizin von alters her bekannt ist. Auf einem begrenzten Hautareal wird ein Unterdruck erzeugt. Das Schröpfen ist ein ausleitendes Verfahren, um das Gewebe von Einlagerungen und Schlacken zu befreien. Unter dem Schröpfkopf entsteht durch das Ansaugen ein Austritt von Flüssigkeit aus Zellen, Blut- und Lymphgefäßen (Extravasat) in die oberflächlichen Gewebsschichten und in Folge ein Bluterguss (Hämatom). Schröpfen führt lokal zu einem Blutverlust und bewirkt dadurch die Entschlackung.

Schröpfen wirkt allein oder unterstützend anderer naturheilkundlicher Verfahren bei einer Vielzahl von Beschwerden.

  • Allein oder unterstützend andere naturheilkundliche Verfahren
  • Migräne
  • Rheuma
  • Bandscheibenproblemen
  • Gelenkschmerzen
  • Karpaltunnelsyndrom
  • Bluthochdruck
  • Bronchitis
  • Asthma
  • Kopfschmerzen
  • Nierenschwäche
  • Niedriger Blutdruck
  • Müdigkeit
  • Verdauungsproblemen
  • Herz-Kreislauferkrankungen
  • Fieber

Die Schröpfgläser werden direkt auf die Haut gesetzt. Die Schröpfstellen orientiert sich am Tastbefund und liegen im Bereich von muskulären Verhärtungen (Myogelosen) und/oder an Stellen über die ein Reflex auf ein inneres Organ ausgelöst werden kann.

Bevor das Glas mit Unterdruck aufgesetzt wird, wird die Haut z. B. mit einer Blutlanzette angeritzt. Dann zieht der Unterdruck das Blut verstärkt durch diese kleinen Verletzungen heraus. Das Extravasat tritt aus der Haut in das Schröpfglas aus.

Das Schröpfglas wird auf unversehrte Hautstellen gesetzt. Das Extravasat tritt in die oberen Hautschichten ein.

Das Schröpfglas auf unversehrte Hautstellen gesetzt, die zuvor eingeölt wurden. Der Schröpfkopf wird dann über eine bestimmte Stelle verschoben, was eine stärkere durchblutungsfördernde Wirkung als eine klassische Massage hat.

Nebenwirkung können sich insbesondere bei starkem Unterdruck oder langer Anwendung als Blasen an der Behandlungsstelle bilden [32]. Bei Menschen, „die kein Blut sehen können“, kann es bei blutigem Schröpfen zur Ohnmacht kommen.

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